Markus Walthert


Interaction Lab

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„Wer ein Problem in Worte zu fassen weiß, hat es schon halb gelöst.“

Markus Walthert

Einblicke von Markus Walthert – Interview

Mit welchen drei Eigenschaften würdest du deine Werkstatt beschreiben?
Offen für unterschiedlichste Konzepte, offene Tür, Vorliebe für offene Standards.

Was begeistert dich in deinem Bereich am meisten?
Das Unfertige. Vieles ist noch nicht gemacht, das Meiste ist noch möglich. Oft kann man sich mit einfachen Mitteln und geringem Aufwand bereits einem Konzept annähern und erste Ergebnisse sehen. Technik bestimmt jedoch noch in einem starken Maße viele Überlegungen im Interactiondesign obwohl immer wieder versucht wird, vom Menschen ausgehend sich den Problemen zu nähern. Künstlerische Arbeiten können hierbei auch einen wichtigen Brückenschlag bilden.

„Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.“
Arthur C. Clarke

Was nehmen die Studierenden aus der Arbeit in Deiner Werkstatt mit?
Im Idealfall habe ich eine neue Welt eröffnet.

Was können Studenten bei dir lernen? Wobei hilfst du ihnen?
Als Werkstattleiter ist man ein Stück weit Seelsorger. Ich beantworte Fragen zu kleinen aber auch größeren Installationsproblemen oder konzeptionellen Fragen. Ich begleite die Projekte über längere Zeit bis es Form annimmt. Ich bin zum Teil recht intensiv als Unterstützung an der Seite der Studenten tätig.

Aus welchem Bereich kommst du? Warum arbeitest du an einer Kunsthochschule?
Ich habe Bauzeichner gelernt und dann Stadtplanung studiert. Ich habe diverse Praktika in Architekturbüros gemacht und bin nach meinem Diplom nach Berlin gegangen. Dort habe ich als Stadtplaner angefangen, Anfang der 90er. Langsam hat da die Computergrafik Fuß gefasst. Bin da reingerutscht und hatte Freude daran, mit Computern zu hantieren. Es war damals nicht so anders wie es heute ist. Irgendwann kam der Hype durch das Internet. Man hat begonnen 3D Grafiken zu programmieren. Das habe ich ein paar Jahre gemacht… Werkstattleiterstelle in Dessau, eine Stellenausschreibung mit sehr vielen Anforderungen, was ich verrückt fand – ich hatte mehr als 10 Jahre kein Kontakt mehr zu einer Hochschule, habe aber diesen Job bekommen. 2012 habe ich an der HfK angefangen, war dann wieder ein Semester in Dessau und seit 2015 definitiv an der HfK.

Was motiviert dich? Was gibst du gerne an Studierende weiter?
Neugierde! Kleiner Vergleich zu Dessau. Viele bekommen dort direkt einen Job, weil sie die Praxis lernen, dann sind sie ein paar Jahre im Job und ausgelaugt. Hier an der HfK dauert es ein paar Jahre, bis die Studierenden ihren Weg gefunden haben, aber ich habe den Eindruck, die Studierenden an einer Kunsthochschule beschäftigen sich mit relevanteren Dingen und das ist nachhaltiger.

Wie vermittelst du deine besonderen Fähigkeiten undKompetenzen den Studierenden?
Ich gebe weitgehend nur Anregungen und Impulse zum Machen und Weiterentwickeln. Natürlich kann ich die ersten Gehversuche in einer Programmiersprache, einer Datenverarbeitung, Möglichkeiten einer Fertigung oder anderen, mehr spezifischen Problemlösungen aufzeigen. Das sind auch Gespräche, Recherchen, beispielhaft ein Problem angehen bis hin zu einem Workshop. Dann muss sich aber der oder die Student*in auch selber intensiv mit der Aufgabe auseinandersetzen, und ich habe eher die Funktion eines Coach, Beraters oder eines Sparring Partners.
Den Vorsichtigen möchte ich Sicherheit und Mut geben, den Forschen mögliche Grenzen und Fallstricke aufzeigen.

Was würdest du Studierenden empfehlen?
Bewahrt euch die Neugierde!

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Interaction Lab

Das Interaction Lab steht zwischen der analogen und digitalen Welt, zwischen Programmcode und Artefakten, Technik und Technologie. Vom Entwickeln von Code, über Sensoren und Aktuatoren, bis zu einer Reihe von Werkzeugen zum Bearbeiten und Bauen mit physischen Materialien kann das Interaction Lab eine Arbeit vom Konzept zur Realisierung begleiten.

Die Werkstatt in Zahlen

  • 100

    Hektoliter Kaffee

  • Jede Woche

    ein neues graues Haar

  • 242

    Adapter

  • Nerven

    aus Edelstahl

  • 2

    Tastaturen im Jahr